2016-2

Verkehrskonzept von Winfried Wolf

Der fleißige Autor des Klassikers "Eisenbahn und Autowahn" hat für die Landtagswahl die grüne Verkehrspolitik als unzureichend kritisiert und eine Vision auf der Basis des Jetztzustandes erstellt. Wie von ihm gewohnt mit sehr vielen Fakten. Sein bahnsinniges Baden-Württemberg auf den Seiten 27-36. Hier lesen


2014

Mobilität demokratisieren!

Durch Untätigkeit der desinteressierten Entscheidungsträger wurde Lahr 2007 weitgehend vom Schienenfernverkehr abgehängt, drei Abendzüge aus Norden ersatzlos gestrichen. Abendtermine nördlich Lahrs sind seither nicht mehr möglich, mit Ausnahme samstags, da gibt es ihn noch, den „Lumpensammler“ mit Ankunft gegen 1 Uhr.

Der Ausbau der hochbelasteten Strecke am südlichen Oberrhein ist seit Jahrzehnten überfällig. Die Gelder dafür wurden lieber in den Straßenbau umgeschichtet. Seit 2008 gelten zudem Vorrangregeln für den EU-Güterverkehr. Der Nahverkehr bleibt auf der Strecke. Der Fahrgast zwischen Freiburg und Offenburg erlebt immer wieder, dass der Zug wegen Überholvorgängen aufs Ausweichgleis muss und sich damit verspätet.

Der Ausbau der bestehenden Strecke mit längeren Überholgleisen, die nach und nach zu einem dritten Gleis ergänzt werden, muss sofort begonnen werden. Die Maximalforderung mit separater Trasse an der Autobahn würde die Planung um 10 Jahre zurückwerfen. Sie dürfte auch finanziell unrealistisch sein. Der Anschluss des Flugplatzgeländes für ein Güterumschlagszentrum wäre auch von der bestehenden Strecke leicht möglich und war in der Vergangenheit auch vorhanden. Lärmschutz ist durch Sanierung des rollenden Materials zu erreichen, siehe die leisen Schweizer Güterzüge die wir auch hier beobachten können!

Weitere Forderungen der Linken Liste Lahr:

Mehr als die Hälfte der Bevölkerung hat keinen direkten Zugriff auf ein Auto, trotz Übermotorisierung. Einen Fahrschein kann jeder kaufen, deshalb:

für eine demokratische Mobilität!


Kommentar

Werner Engelmann, Lahr

HAT DIE BAHN NOCH ALLE T(R)ASSEN ........?????

„Wer hier mit der Bahn ankommt, kann sich auch ein Taxi leisten.“ Mehdorn, angesprochen auf die schlechte Nahverkehrsanbindung des neuen Berliner Hauptbahnhofs.

Dies liegt auf der Linie, die Bahn profitabel zu machen, alles für den Börsengang und für die möglichen Anteilseigner, mit zahlunggskräftiger Kundschaft auf den Hauptverkehrsstrecken, mit Stilllegung „unrentabler“ Strecken und Personalabbau, mit dem Ausbau vermeintlich profitabler „Rennstrecken“ mit dem Argument, mehr Güter auf die Schiene“.

Um Sicherheit, Zuverlässigleit, guten Service, bezahlbare Preise, die Umwelt kümmern wir uns später.

Geht es der Bahn wirklich um mehr Güter auf die Schiene? Nach der Entwicklung des Güteranteils auf der Schiene ist dies nicht zu vermuten, aber es ist ein gutes Argument um die Baupläne durchzusetzen. Tatsache ist, wenn die neue Trasse erst mal gebaut ist, bestimmt die Bahn allein welche Züge dort fahren. Die weitere Trasse bringt keine Verbesserung der Mobilität, weder für Lahr noch für die Gemeinden im Ried. Und die Forderung die neue Trasse nach Westen zu verlegen, ist eher eine Huldigung an das St. Florians-Prinzip.

Wenn es der Stadt Lahr um weniger Lärm geht, was ist dann mit dem Flugbetrieb auf dem Lahrer Flugplatz? Anscheinend machen Flugzeuge keinen Lärm.

Keine neue Trasse ist das Gebot der Stunde, sondern die Sicherstellung der Mobilität aller, mit Zuverlässigkeit und gutem Service, zu bezahlbaren Preisen.


Bahn

Linke Liste Lahr

2. Legislaturperiode

Kontakt

Glückliches Lahr mit drei Tageszeitungen!



siehe auch unter Güterverkehrszentrum


Was sagt die Bahn zum Thema? Über das vom Landrat über ein Jahr unter Verschluss gehaltene Gutachten der Bahn berichtete die Mittelbadische Presse.


Karin Binder, MdB, zur Rheintalbahn

Sabine Leidig, MdB im Verkehrsauschuss: Weichen falsch gestellt


Stellungnahme der Umweltverbände zum Regionalplan;

Stellungnahme des NABU zum Ausbau der Rheintalbahn;

Stellungnahme des VCD zum Ausbau der Rheintalbahn;


Bündnis Bahn für alle

Winfried Wolf ist aktiv bei Bürgerbahn statt Börsenwahn

Lukas Oßwald
Sonja Rehm